Sprache:
de

Suche:

Geschichtliches

 

 

Die Geschichte des Christbaumschmucks ist natürlich eng verknüpft mit derjenigen des Weihnachtsbaumes und geht daher bis ins Mittelalter zurück.

Zu dieser Zeit wurde der Weihnachtsbaum auch "Paradiesbaum" genannt. Der Bezug zum Paradies aus der Bibel liegt hier auf der Hand, da diese frühen Weihnachtsbäume mit Äpfeln, Backw aren und Schmuck aus Papier behangen wurden. In Norddeutschland war es üblich zum Weihnachtsschmuck auch ein Adam und eine Eva nebst Schlange an den Baum zu hängen.

Neben Süssigkeiten spielten auch schon sehr früh vergoldete und versilberte Elemente wie Äpfel und Tannzapfen eine wichtige Rolle beim Schmücken des Baumes. Zunächst gab es keinen gewerblich hergestellten Christbaumschmuck. Die Schmuckstücke wurden von den Familien selbst, häufig für jedes Weihnachtsfest neu hergestellt.

Bis ins 19. Jahrhundert hinein wurde der Schmuck in handarbeit, oft in den Familien selbst, hergestellt. Erst durch den neuen Glasschmuck und das maschinell gefertigte Lametta wurde dieser Brauch langsam abgelöst.

Gläserne Christbaumkugeln wurden seit Mitte des 19. Jahrhunderts vor allem in Thüringen von Glasbläsern hergestellt.

 

Nach den jüngsten Erkenntnissen entwickelte sich der Weihnachtsbaum aus dem mittelalterlichen „Paradiesbaum“. Dieser wurde mit Äpfeln, Nüssen, Oblaten und Backwaren geschmückt und im Umzug am 24. Dezember herumgetragen. Die ersten Weihnachtsbäume wurden für das 15. und 16. Jahrhundert im oberrheinischen Gebiet und Elsas bezeugt. Damals waren sie in Kirchen, Rats- und Zunftstuben aufgestellt.

Im Mittelalter war es üblich, zu Festlichkeiten ganze Bäume zu schmücken. Den Überlieferungen zu Folge wurde der erste Weihnachtsbaum im Jahr 1419 von der Freiburger Bäckerschaft aufgestellt, festlich geschmückt mit Nüssen und Früchten. Naschen durften die Kinder allerdings erst an Neujahr, wo der Christbaum abgeschüttelt wurde.

Gegen Ende des 16. Jahrhunderts war es im Elsass Brauch, im Wohnzimmer zu den Weihnachtsfeierlichkeiten einen Baum aufzustellen und ihn mit Süßigkeiten, Nüssen und Äpfel zu schmücken.

Ein urkundlicher Beleg aus dem Jahr 1539 zeigt einen Weihnachtsbaum aufgestellt im Straßburger Münster.

1730 erhielten die Christbäume ihre ersten Kerzen.

In Berlin wurde der erste Weihnachtsbaum im Jahr 1785 aufgestellt.

Der erste Weihnachtsbaum in Wien wurde im Jahr 1816 von Henriette von Nassau-Weiburg (Gattin des Erzherzog Karls) aufgestellt.

Auswanderer des 18. Jahrhunderts nahmen den Brauch mit in die USA. Der erste Weihnachtsbaum im "Weißen Haus" wurde 1891 aufgestellt.

Erst im Laufe des 19. Jahrhunderts zieht der Weihnachtsbaum in häuslichen Wohnstuben ein. Nach und nach gewinnt der Tannenbaum an Bedeutung und das Schmücken des Christbaums wird zu den beliebtesten Weihnachtsbräuchen. Der Tannenbaum als Symbol für Weihnachten und das traditionelle Schmücken verbreiteten sich von Deutschland aus über die ganze Welt.

 

Nach einer Legende entstanden die ersten farbigen Kugeln aus Glas in Lauscha. Ein armer Glasbläser, der sich 1847 die teuren Walnüsse und Äpfel nicht leisten konnte, kam auf die Idee diesen damals oft essbaren Baumschmuck aus Glas nachzubilden. Sehr schnell wurde der in jener Zeit noch häuslich hergestellte Weihnachtsschmuck zu einer wichtigen Erwerbsquelle für die Region um Thüringen bis Nordbayern.

Mit dem Export der Weihnachtskugeln nach USA weitet sich die Produktion gegen Ende des 19. Jahrhunderts weiter aus. Anfang des 20. Jahrhunderts wird dieser hochwertige Glasschmuck traditionell auch in Gablonz (damaliges Böhmen) und in Polen hergestellt.

 


Artikel pro Seite: