Angeschaut
Basteln / Ostereier färben
Ostereierfarben…..
natürliche oder künstliche?
Beide Arten haben ihre Vor- und Nachteile. Natürliche Eierfarben sind nicht immer lebensmittelecht. Besonders fertige Farben aus den Bio-, Bastelläden oder Apotheken können teilweise schädliche Stoffe und sogar Farben mit den so genannten E-Nummern enthalten. So sollten Krappwurzel oder auch Sandelholz zum Beispiel nicht für Eier verwendet werden, die später noch verzehrt werden sollen. Falls es sich bei den Ostereiern jedoch nur um Dekoration handelt, so ist der Typ der Eierfarbe jedoch relativ egal. Künstliche Farben haben hier sogar ihre Vorteile. Anders als die natürlichen Eierfarben sind die künstlichen meistens farbechter und leuchtender.
Ostereier färben mit Naturfarben
Naturfarben für Ostereier färben im Allgemeinen nicht so grell wie künstliche Farben. Dafür passen alle Farben harmonisch zueinander. Wie bereits erwähnt sind nicht alle Naturfarben unproblematisch. Einige von ihnen sollten nur zum Färben von ausgeblasenen Eiern verwendet werden. Wir geben Ihnen entsprechende Hinweise zu den Farben.
Bei Naturfarben empfiehlt sich die Zugabe von etwas Alaun oder Pottasche, um die Haftfähigkeit zu verbessern. Manche Eier nehmen die Farbe ohne diesen Zusatzstoff nicht zufrieden stellend an.
Für das Färben sollten möglichst ältere Gefässe verwendet werden, da sich Farbreste nicht immer vollständig wieder entfernen lassen. Ein Emailletopf wäre ideal. In Metalltöpfen kann es zu chemischen Reaktionen kommen, wodurch sich die Farben verändern können. Alte gläserne Kaffeekannen oder ähnliches sind ebenfalls gut zum Färben geeignet.
Harte Pflanzenteilen wie Wurzeln sollten in Stücke geschnitten- und einige Stunden im Wasser eingeweicht werden, bevor der Farbsud aufgekocht wird.
Bis die Eier völlig trocken sind, sollte man sie nur mit Gummihandschuhen berühren, um störende Fingerabdrücke zu vermeiden. Hier ein paar bewährte Rezepte für natürliches Eierfärben
Lebensmittelechte Farben
(geeignet für Eier zum Verzehr)
Hellgelb bis Grüngelb
sechs Esslöffel Johanniskraut auf 1/2 Liter Wasser aufkochen, 10 Minuten kochen lassen, dann die Eier zugeben. Die Eier können auch in der Mischung gekocht werden. Eventuell eine Messerspitze Alaun beifügen. Wie die Farbe genau ausfällt, ob eher kräftig gelb oder grünlich gelb, hängt von den Pflanzenteilen und vom Gefäss ab. In Metallgefäßen erhält man eher Grüngelb.
Goldgelb
10 Gramm gepulverte Curcumawurzel auf 1/2 Liter Wasser, 10 Minuten kochen, dann die Eier noch einmal für 10 Minuten zugeben. Eventuell 1/2 Teelöffel Alaun oder Pottasche zugeben.
Braungelb bis Goldbraun
1 Handvoll Zwiebelschalen auf 1/2 Liter Wasser geben, aufkochen, in dem Kochsud die Eier je nach gewünschter Farbtiefe zwischen 1 Minute und 30 Minuten ziehen lassen.
Rosarot bis Pinkrot
2 Gramm Cochenille zu Pulver verreiben, mit 1/2 Liter Wasser aufkochen, ergibt auf weißen Eiern rosa (kurz eingetaucht) bis pink (mehrere Minuten), auf braunen Eiern rot.
Violett
zehn Gramm getrocknete Heidelbeeren auf 1/2 Liter Wasser aufkochen, dann die Eier mehrere Minuten ziehen lassen. (eher schwach färbend)
Lindgrün bis Oliv
15 g Matetee auf 1/2 Liter Wasser geben,10 Minuten aufkochen. Färbt weiße Eier zart hellgrün, braune Eier Olivgrün. Kalter Matetee färbt auch weiße Eier Oliv. (eher schwach färbend)
Nicht lebensmittelechte Farben
(nur für ausgeblasene Eier)
Rot
1 1/2 Teelöffel Krappwurzel, gut eingeweicht, mit 1/2 Liter Wasser kurz aufkochen, danach nur warm halten. Die Eier sollten mindestens zehn Minuten im Sud ziehen. Färbt ohne Alaun ziegelrot, mit Alaunzusatz eher rosarot. Krappwurzel färbt auch auf braunen Eiern.
Blaulila
zwei Esslöffel Blauholz auf 1/2 Liter Wasser aufkochen, eine Messerspitze Alaun, damit die Farbe besser haftet. Kurz eingetaucht werden weiße Eier hellblau, bei längerem Farbbad intensiv violettblau. Bei braunen Eiern klappt nur der dunkle Farbton. Die Farbe ist jedoch leider nicht lichtecht. Bei längerem Liegen verfärben sich die Eier nach mehreren Tagen langsam graubraun.